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ÜBER UNS

Döbern (niedersorbisch Derbno) ist eine Stadt im Landkreis Spree-Neiße im Südosten von Brandenburg, dem letzten Zipfel des früheren Preußens. Die Umgebung des im südöstlichen Teil der Niederlausitz gelegenen Grundzentrums Döbern, wird geographisch durch den Muskauer Faltenbogen maßgeblich geprägt. Seine höchste Erhebung ist der Hohe Berg mit 184 Metern.

Döbern hatte seinen Ursprung im Tal, dadurch entstand der sorbische Ortsname Derbno, was so viel bedeutet wie Taldorf.

1867 bauten die Gebrüder Hirsch die erste Glashütte in Döbern. Sie gelten damit als Begründer der örtlichen Glasindustrie. Reichlich in der Lausitz vorhandene Rohstoffe wie Quarzsand und Braunkohle zur Energieerzeugung waren Grundlage für den wirtschaftlichen Aufschwung des Ortes, der auch begünstigt wurde durch die verkehrstechnische Erschließung der Lausitz ab 1860. Ermöglicht würde der Aufschwung auch durch den Zuzug von gut ausgebildeten Meistern in der Glasmacherkunst aus Schlesien.

 

1876 In Döbern nimmt die erste Tafelglashütte ihre Produktion auf.
1882 Die für Döbern bedeutsamen "Glashüttenwerke Fettke & Ziegler" werden gegründet.
1886 Adolph Hirsch, ein Sohn von Robert Hirsch, gründet die Glashütte "Adolph Hirsch – Hohenzollernhütte".
1891 Robert Hirsch überträgt am 28. Februar 1891 die Handelsgeschäfte der Gesellschaft "Robert Hirsch" den Söhnen Hugo, Oskar und Adolph (eingetragen beim Königlichen Amtsgericht, Forst, den 6. März 1891).
Döbern erhält einen Bahnhof. Am 01. September wird der Güterverkehr, ab 01. Oktober der Personenverkehr auf der neuen Bahnstrecke Forst – Weißwasser aufgenommen. Das bedeutet den Anschluss an weiter entfernte Absatzgebiete bzw. den Aufschwung der Döberner Industrie.
1896 Anton Hirsch gründet in Groß Kölzig (später zu Döbern) eine Tafelglashütte.
1900 Die Fa. Fettke & Ziegler erweitert in Groß Kölzig (später zu Döbern) die "Hedwigshütte"
1901 Es entsteht die Glashüttenfirma "Baldermann & Co". 1905 gründen daraus 12 Männer die Fa. "Müller, Poeschmann & Co", die so genannte "Apostelhütte". Sie stellen Beleuchtungsglaskörper her.    
1921 Unter dem Namen "Niederlausitzer Kristallwerke Brox & Mader" wird die ehem. Tafelglashütte "Hirsch, Mielisch & Co" weitergeführt. Als Folge von Absatzschwierigkeiten bei Tafelglas erfolgt die Umstellung auf Hohlglasprodukte.
1929 Die Glashütte "Gebrüder Hirsch" wird unter dem Namen "Kleiner & Baderschneider" (bis 1945) weitergeführt.
1948 Am 17. April werden die "Glashüttenwerke Fettke & Ziegler" enteignet. Einem Einspruch wird anfänglich stattgegeben, später aber zurückgenommen, so dass auf dieser Basis der "Volkseigene Betrieb Glaswerk Döbern" entsteht.
1968 Inbetriebnahme des neuen Glaswerkes in der Ringstraße. Bis auf Ausnahmen ist Döberns Glasindustrie damit unter einem Dach.
1972 Enteignung der letzten privaten und halbstaatlichen Glasbetriebe und spätere Integration in den VEB Glaswerk Döbern.
1989 Der VEB Glaswerk Döbern hat etwa 1.725 Beschäftigte.
1990 Zum 30. Juni bis 31. Dezember beginnen die ersten Entlassungen, vorwiegend Rentner und Vorrentner.
Juli: Das Glaswerk Döbern gehört bis zur ersten Privatisierung einer Aktiengesellschaft an, die lediglich aus drei Betrieben des ehemaligen Kombinates Lausitzer Glas besteht (Sachsenglas Schwepnitz, Lausitzer Glas Weißwasser).

 

In diesem Jahr macht sich der Meister der Glasbearbeitung Peter Adam im letzten Gebäude der ehemaligen Hedwigshütte mit einer Glas- und Bleikristallschleiferei selbstständig. Peter Adam hat von frühester Jugend an den Beruf des Glasveredlers gelernt. Er arbeitete als Modellschleifer und Brigadier im VEB Glaswerk Döbern.

 

Adam-Kristall, wie die Firma spontan genannt wurde, beschäftigte in den 1990er Jahren bis zu 15 Schleifer. Unter der geschickten Hand von Peter Adam und seiner Mitarbeitern entstanden Schalen, Vasen, Kelche und andere schöne Dinge aus Glas und Bleikristall. Die kleinen Kunstwerke wurden in einem eigenen Geschäft in der Hedwigshütte 1a verkauft. Darüber hinaus war das Unternehmen auch in Auftragsarbeiten für große Glashütten tätig.

 

Ende 2010 wurde die Firma Adam Kristall von der ProLausitz Product & Service GmbH übernommen. Die ProLausitz Product & Service GmbH hat sich, wie der Name schon sagt, das Ziel gesetzt, Lausitzer Produkte, Handwerk und Dienstleistungen zu vermarkten.Die Basis mit einem funktionierenden Glasschliff, um ein ausreichend breites Angebot zu gewährleisten. Die Produktion nach Kundenwunsch war verfügbar. Auch der Name Adam Kristall, der einstweilen in Absprache mit dem alten Besitzer erhalten werden konnte, war in der Nachbarschaft ein Synonym für hochwertige Handwerkskunst.

 

Nach der Übernahme hat die ProLausitz Product and Service GmbH den Verkauf und die Schleiferei vorübergehend in eigene Räumlichkeiten ausgelagert und das letzte Gebäude der ehemaligen Hedwigshütte entkernt und renoviert. Am 8. März 2013 haben wir mit Vertretern der Stadt Döbern und Veteran Peter Adam  in Anwesenheit aller, an der Renovierung beteiligten Handwerker, das Geschäft wiedereröffnet. Es stehen jetzt ca. 180 m2 Verkaufsfläche für den Verkauf des Döberner Kunsthandwerk in Glas und Bleikristall zur Verfügung. Seit 2014 ist das Unternehmen als "Glasmanufaktur Hedwigshütte" bekannt, unter Berücksichtigung des historischen Standorts des Unternehmens.

 

Außenwand an der B 115

Staatskanzlei  Die Wandgestaltung wurde gefördert aus den Mitteln des Lausitzbeauftragten.

 
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"Glasmanufaktur Hedwigshütte"

Hedwigshütte 1a

03159 Döbern

 

 

 

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